Mein Freund – Der Hovawart


(Kurzer geschichtlicher Abriss aus dem Zuchtbuch des RZV von 2011 übernommen)
Der Hovawart ist eine sehr alte deutsche Gebrauchshunderasse. Der Name stammt aus dem Mittelhochdeutschen: Hova = der Hof und wart = der Wächter.
Seit 1922 wurde diese Rasse unter Verwendung von typmäßig ähnlichen Hunden, die man auf Bauernhöfen noch fand, neu heraus gezüchtet.
Außerdem wurden Einkreuzungen von Deutschen Schäferhunden, Neufundländern, Leonberger und weitere Hunderassen in der ersten Zeit vorgenommen.
Durch starke Selektionsmaßnamen wurde der ursprüngliche Gebrauchshundetyp wieder erreicht.

Auch Heute wird auf Gesunde, Wesenssichere Hunde viel Wert gelegt. Jeder Züchter muss sich an die strengen Zuchtvorgaben halten damit der Hovawart seinem Namen weiterhin Ehre machen kann.
- Ein verhaltenssicherer, ausgeglichener, spielfreudiger, aktiver, kluger und schöner Gebrauchshund.
Mit Rasputin habe ich so einen Hund bekommen. Herr Vogel, der Züchter; hat mir erklärt das ich einen robusten wetterfesten Hund habe, den ich nicht vermenschlichen soll, den ich aber viel um mich haben sollte und den auch„ Linkshänder“ nicht mal eben mit „ links „ erziehen können.
Er riet mir dringend dem Verein beizutreten um von den Erfahrungen der Ausbilder und anderen Vereinsmitglieder zu lernen.
Ich befolgte diesen Rat und  erfuhr was es heißt einen Hovawart zu besitzen.

An der Stelle mal etwas über „ Erziehung „
Von Anfang an muss dieser kleine niedliche Hovawart  wissen wo es lang geht. Das bedeutet man wird entweder schnell zum Hundefachmann - oder man geht unter. Der Welpe will sofort wissen ob Frauchen/ Herrchen in der Lage ist die Rolle des  „Leitwolfs“ zu übernehmen, und das testet er ausgiebig und mit der uns deutschen nachgesagten Gründlichkeit.
Der selbstbewusste Charakter des Hundes muss die psychische Überlegenheit des Menschen spüren, denn er zeigt sich nicht unterwürfig!
Mancher Hovi-Besitzer versteckt eigene Schwächen und das schlechte Benehmen seines Hundes hinter der Aussage; das ist halt ein Hovawart und meiner ist ein Alphatier, damit glaubt er alle Ungezogenheiten zu entschuldigen. Sich selber beschreibt er dann noch als verständnisvollen Tierliebhaber.

Ein intelligenter, lernfreudiger Hund, der ausreichend Bewegung und Arbeit für den Kopf bekommt, wird gerne folgen und ein guter Freund sein. Er geht mit dir durch dick und dünn.
Er arbeitet gern in der Vielseitigkeit ( Schutzhund ) ist ein ausgezeichneter Fährtenhund, nimmt aber auch jede andere Art von Ausbildung gerne an.(Agility, Turnierhundesport, Rettungshund usw.)
Einem Hovawart zu begegnen ist eine Freude für die Augen, einen gut erzogenen Hovawart zu treffen einfach begeisternd.
Trotz aller notwendigen erzieherischen Maßnahmen sollte man jedoch nicht vergessen, dass es sich um einen spät reif werdenden Hund handelt, den wir nicht zu früh durch harte Ausbildung überfordern dürfen. Er muss sich ungezwungen entwickeln können, damit er später belastbar ist und sein Wesen entfalten kann.
Er soll nicht zum Sklaven werden, der seine selbstbewusste Eigenständigkeit und Freude aufgegeben hat.
Wer von seinem Hund viel haben will, der muss auch viel geben.
 Ich habe erfahren, dass es sich lohnt!!