Wie ich auf den Hund kam


Solange ich mich erinnern kann gab es in unserer Familie Hunde. Mischlinge, die uns zugelaufen sind oder die wir vom Bauer geholt haben.
Wir wohnen in ländlicher Umgebung, und ein Hund gehörte im Allgemeinen auf einen Hof. Obwohl unser „Hof“ schon zu meiner Kinderzeit nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wurde, gab es doch Hühner, Enten, Kaninchen und einen Hund.

Timmi , das ist der Erste an den ich mich erinnern kann. Er war ein kleiner schwarzmarkener Hund, und er war ein sogenannter „Dorfköter“. Da unser Grundstück damals nicht komplett eingezäunt war, hatte er die Freiheit seinen Wirkradius selber zu bestimmen. Er wohnte mehr Draußen als Drinnen, und sein Haus war ein großes Fass in das meine Oma, wenn es im Winter kalt war, warme Backsteine unter Decken legte. Ich glaube der Hund war zufrieden!

Als Kinder haben wir früh gelernt die Tiere zu respektieren und ihre Bedürfnisse zu achten. So ein Hund war kein Spielzeug, aber wenn man es richtig anstellte, konnten wir toll miteinander spielen.
Als Timmi gestorben war wünschte ich mir nichts mehr als einen eigenen Hund. Mit vierzehn Jahren bekam ich von meinen Eltern grünes Licht.

Ich arbeitete und verdiente mir das Geld für einen Münsterländer, den ich beim Bauern kaufte.
Ich fand ihn sooo toll und er bekam den Namen Lord.
Zugegebenermaßen konnte ich diesem Hund nicht das bieten wozu er geschaffen war, denn seine Leidenschaft war das Jagen. Dennoch habe ich viel von ihm gelernt, über Verhalten, Bedürfnisse und allgemein vom Umgang mit Hunden.
Ich habe erlebt wie Rüden ihr Revier verteidigen, wie sie Artgenossen begegnen, und wie unterschiedlich sie in ihren Eigenarten sind.
Leider wurde Lord nur sieben Jahre alt. Bis dahin hatten wir viel Freude miteinander und alle Familienmitglieder liebten ihn.
Auch dieser Hund war viel Draußen, doch wenn es Abend wurde, war sein Platz am Sofa meiner Oma. (Sicher  wusste er das sie der heimliche Rudelführer der Familie war)

Natürlich war mein Wunsch groß bald wieder einen Hund zu haben. So machte ich mich auf die Suche nach meinem  Traumhund.
Groß, schön und wachsam sollte er sein.

Nach langem informieren, suchen und warten wurde Moro vom Lohbach mein erster Hovawart.
Ich kaufte ihn  mir von Karl Vogel, der zur damaligen Zeit Zuchtwart im RZV war.
Er bekam den Rufnamen Rasputin.
Mit diesem Hund begann die .Liebe  zum Hovawart